
4. Treppe des Rodio
Fra Giuseppe Andrea Rodio (1745 - 1819)
In der langen Reihe der Eremiten, die den Wallfahrtsort vor Ankunft der Franziskaner betreuten, nimmt R. einen besonderen Platz ein. Geb. zu Locorotondo (Bari) am 30.11.1745 lebte er in verschiedenen Klöstern Italiens als Terziar des hl. Franziskus.
Im Jahre 1775 lernte er in Rom den hl. Benedikt Labre kennen, der auf seinen Pilgerreisen oft nach Castel S. Elia zur Madonna kam und Rodio auf den Ort hinwies. Mit ihm beginnt (1777) eine neue Epoche in der Geschichte des Wallfahrtsortes.
Vom Bischof von Nepi zum «Kustoden des Heiligtums» ernannt, betreute er die Pilger und führte 42 Jahre lang ein Einsiedlerleben.
Da man bisher die Grotte nur auf einem beschwerlichen Pfad erreichen konnte, vollbringt R. eine unglaubliche Leistung: in 14 Jahren schlägt er aus dem Tuffgestein eine Treppe mit 144 Stufen, die den Zugang wesentlich verkürzt und erleichtert (ca. 300 m3 Felsen).
Die Eichenbohlen der Treppe stammen aus dem Jahre 1850.
Nach R. folgen 4 Einsiedler, bis 1892 die Franziskaner die Betreuung übernehmen.


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