
9.Michaelskapelle
Die Kapelle muss sehr alt sein, denn sie erscheint schon auf dem alten Fresko (12. Jh.) der Basilika des hl. Elias (s.S. 20). Ausserdem spricht ein Gedenkstein, der in den Altar eingemauert ist, für das Alter.
Die Verehrung des hl. Michael stand demnach in jener Zeit nicht nur in hoher Blüte, sondern nach Meinung einiger Wissenschaftler soll hier ihr Ursprung zu suchen sein.
Auf der Vorderseite des Altares befindet sich das oben abgebildete Marmorrelief.
Es zeigt in der obersten Reihe drei Herzen mit Weintrauben, darunter drei Blumen und drei Figuren mit Weintrauben, darunter drei Blumen und drei Figuren.
"Die drei Herzen mit den Weintrauben sind ein Symbol für die Eucharistie". (Le symbole le plus ancien du Sacré-Coeur, Lyon, 1898).Somit wäre diese Darstellung das älteste Symbol der Eucharistie im Hlst. Herzen Jesu.Diese Meinung steht nicht im Widerspruch mit der benediktinischen Tradition, da bekannt ist, dass die hl. Scholastika, die Schwester des hl. Benedikt, die Herz-Jesu-Verehrung pflegte. (Tomassetti, Campagna Romana III).
Sie wurde, man weiss nicht wann, zum Andenken an die Erscheinung des hl. Erzengels Michael erbaut (s.S. 20). P. Döbbing hat sie restauriert und erweitert.
Neben der Kapelle befindet sich der unterirdische Friedhof des Konventes, in dem sich u.a. das Grab des Bischofs Döbbing befindet. Es wurde im Jahre 1933 von Dieben aufgebrochen.
Hier fand der grosse Bischof seine letzte Ruhestätte in
Erwartung der Aufer-stehung und Vergeltung für die Sorge um seine ihm anvertrauten Diözesen (s.S. 29).
"Die Felsenmadonna, meine Mutter und Königin, geleite gnädig meine Seele zum Thron des Allmächtigen, der mit mir armem Sünder Erbarmen haben wolle". (Aus seinem Testament vom 23.1.1916).


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